Montag, 7. März 2016

Februar in Boston

Dear Friends of Elvis,

puh, jetzt ist schon wieder ein Monat vergangen und es ist höchste Zeit für neue Updates....

Im Februar ist viel passiert. Mein Frauchen war viel unterwegs und hat sich z.B. das Museum of Fine Arts angeschaut, natürlich ohne mich. Ich habe in der Zwischenzeit immer brav auf Vera gewartet;-)




Anfang Februar hatten wir auch noch einen kleineren Schneesturm. Ich muss euch ja gestehen, dass ich kein großer Fan von so viel Schnee bin. Mein Frauchen zieht mir dann immer diesen blöden Mantel an und am aller schlimmsten sind diese Schuhe. Angeblich muss ich die anziehen um meine Pfoten vor dem Salz zu schützen, aber ich finde das ziemlich lächerlich.... Naja, als Hund hat man es nicht immer leicht!




Zur großen Freude meines Frauchens haben wir seit Mitte Februar ein Auto. Unser lieber Nachbar Brad hat uns angeboten sein Auto zu teilen, da er es nicht sehr viel benötigt. Da Robert von 19.02 bis 24.02. auf eine Konferenz nach San Diego musste, hat Vera dies gleich zum Anlass genommen und ist mit mir nach West Rutland, Vermont gefahren. Das war ein Abenteuertrip kann ich euch sagen!!!
Am Freitag haben wir Robert zum Flughafen gebracht und sind anschließen 300 km nach Vermont gefahren. Das Hotel war wirklich sehr schön. Extra für Hunde und ich durfte mich im Hotel überall frei bewegen! Bei unserer Ankunft haben wir auch gleich ein super nettes kanadisches Ehepaar kennengelernt. Die beiden hatten auch einen sehr netten Hund, namens Guiness. Eine sehr schöne, aber für meinen Geschmack etwas zu große Berner Sennenhündin. Am Samstag durften wir die drei auf eine tolle Wanderung begleiten. Guiness und ich sind wie verrückt durch den Wald gesprungen und hatten sehr viel Spaß. Manchmal mussten wir nur leider auf unsere Begleiter warten;-)

Als typische Touristen waren wir Nachmittag dann noch in einem Souvenir Laden und abends gab es dann für die Zweibeiner im Hotel Pizza und für uns Vierbeiner Leckerlies. Die Zweibeiner haben sich dann über eine tolle Wanderung in Alaska unterhalten und mein Frauchen meinte, dass sie das unbedingt auch machen möchte. Ich bin mal gespannt!
Am Sonntag habe ich dann mit meinem Frauchen alleine eine Wanderung unternommen. Vera hatte etwas Angst, da es angeblich viele Bären gibt und da der Winter hier so mild ist manche Bären vielleicht schon aktiv sind. Ich konnte ihre Angst aber nicht verstehen, denn ich hätte sie doch eh beschützt! 




Am Ende der Wanderung sind wir dann noch auf ein tolles Plakat gestoßen. Eine schöne Hommage für alle Hundebesitzer!!
Am Nachmittag wollte mein Frauchen dann gerne in einen typischen "Countrystore" fahren, doch die Stimmung nach unserer tollen Wanderung kippte schlagartig als wir im Auto feststellen mussten, dass die Motorwarnleuchte blinkte. Oben drauf konnte mein Frauchen keine Internetverbindung mit ihrem Handy herstellen und somit hatten wir auch kein Navi mehr. Zum Glück hat sie eine genau so gute Nase wie ich und wir haben den Weg ins Hotel zurückgefunden. Dort angekommen hat mein Frauchen 2 Stunden versucht die Internetverbindung in ihrem Handy wieder zu aktivieren. Leider ohne Erfolg. Sie hat sich dann entschieden eine Offlinekarte zu organisieren. Mit dem Auto sind wir dann am nächsten Morgen noch in eine Werkstatt gefahren. Der Mechaniker konnte nichts grobes feststellen und so sind wir am Montag Nachmittag auf Landstraßen wieder gut in Boston angekommen.

Robert hat aus San Diego noch Besucher mitgenommen und so sind wir dann letztes Wochenende mit Piotr und Schridar nördlich an einen Strand gefahren. Hier durften Hunde einen kleinen Abschnitt frei rumlaufen. Das Abendessen gestaltete sich dann wieder etwas schwieriger, da ich in Amerika in kein Restaurant darf. Die Vier haben sich dann entschieden für den ersten Gang Sandwiches im Auto zu essen, anschließend gab es ein Stück Pizza in einem Fastfood Restaurant (ich musste kurz im Auto warten) und danach gab es wieder im Auto einen Brownie als Dessert. Mit Hund in den USA wird man halt erfinderisch;-)













Letze Woche hatte mein Frauchen ein Vorstellungsgespräch bei einer Psychotherapeutin. So lange sie noch keine Arbeitserlaubnis hat darf sie diese seit März ehrenamtlich bei administrativen Aufgaben unterstützten. Ziel ist jedoch, dass mein Frauchen in das geplante PsychologInnen-Netzwerk einsteigt und dann auch Workshops unter Supervision halten darf. Da ist sie jetzt schon fleißig am planen. Am Freitag hat Sie auch noch eine Zusage für ein Vorstellungsgespräch an der Boston University am Psychologieinstitut für Emotionsforschung erhalten. Es bleibt also spannend;-)

Am Samstag sind Herrchen und Frauchen wieder auf die glorreiche Idee gekommen mich zu scheren. Jetzt schau ich wieder aus wie ein begossener Pudel;-) Zur Belohnung musste ich dann auch noch alleine bleiben, da sich Herrchen und Frauchen die Sam Adams Brauerei mit Freunden angeschaut haben.






Diese Woche soll angeblich der Frühling kommen. Alle sind schon ganz gespannt und am Mittwoch wird hoffentlich bei 20 Grad gegrillt;-)

So, dass waren jetzt wieder ein paar Updates meinerseits. Ich wünsch euch viel Spaß beim lesen.

Bis bald, euer Elvis! Wuff!!

Montag, 25. Januar 2016

Erlebnisse aus Boston

Dear friends of Elvis,

es gibt wieder Neuigkeiten. Diesmal von mir;-)

Letztes Wochenende haben wir unser erstes amerikanisches Football-Spiel geschaut. Natürlich mit echt amerikanischer Pizza und Bier. Da unsere Mannschaft gewonnen hat, gab es diesen Sonntag das entscheidende Match ob die Patriots (Bostons heiß geliebte Mannschaft) in den "Super Bowl" einziehen dürfen. Die Regeln haben wir noch nicht so verstanden, aber vielleicht wird das ja noch. Es geht auf alle Fälle darum den Ball so weit wie möglich in die gegenüberliegende Seite zu bewegen und andere Spieler aus dem Weg zu räumen, oder so ähnlich;-) Leider haben die Patriots gestern verloren...es gibt also kein "Super Bowl". Aber lustig war es trotzdem!




Letzten Freitag hatten wir auch einen sehr netten Abend! Unsere Nachbarn (unter uns) haben ein buddhistisches Meditationszentrum. Dienstag und Freitag wird ab 20:00 Uhr also immer fleißig meditiert. So kamen wir also letzten Freitag auch in den Genuss einer buddhistischen Meditation. Es war eine sehr interessante Erfahrung, wobei ich gestehen muss, dass ich nicht allen Passagen in Englisch folgen konnte. Auch mit der eingenommenen Körperhaltung (Beine einschlagen und Hände auf die Knie) wurde die Konzentration immer geringer. Das anschließende Zusammensitzen mit unseren neuen Nachbarn war hingegen sehr schön! Eine unserer Nachbarn braut sogar ihr eigens Bier. Ich hoffe wir kommen bald in den Genuss;-)

Ansonsten muss Elvis fleißig üben alleine zu bleiben. Hier in Amerika ist jeder sehr begeistert einen Hund zu sehen, den er oder sie dann auch sofort streicheln möchte, in Lokalen/Cafés sind Hunde jedoch nicht erlaubt. In Bussen dürfen kleine Hunde nur in einer Tasche transportiert werden (wir haben Glück;-) in U-Bahnen gibt es die Regel Hunde nur außerhalb der Stoßzeiten zu transportieren. Der kleine Elvis ist also leider nur eingeschränkt Willkommen. Momentan habe ich jedoch zum Glück noch viel Zeit um mit Elvis zu üben und da er Vormittag eh einer der faulen Sorte ist, schaffen wir schon 2 Stunden;-)


Leider habe ich kürzlich festgestellt, dass ich doch nicht so ohne weiteres in den USA arbeiten darf. Ich musste mich nun bei der "Homeland Security" bewerben. Der ganze Prozess zieht sich in der Regel über 3 Monate und bezieht sich auch auf unbezahlte Arbeit. Einzige Ausnahme könnte vielleicht eine ehrenamtliche Tätigkeit in Schulen oder Altersheimen sein. Mal sehen, vielleicht hab ich Glück und kann dort etwas machen.

Jetzt genieße ich noch meine freie Zeit, gehe viel laufen (anbei Bilder von unserer 10 km Hausstrecke), backe und male Bilder für unsere WG;-)
















Robert geht es in seiner Arbeit sehr gut. Auch sein Saxophon muss nicht mehr lange im Schrank verweilen. Letzten Donnerstag hatte Robert an der Uni ein Vorspiel. Nun darf er jeden Mittwoch Abend bei der Boston University Big Band mitspielen:-)

Der angekündigte Wintersturm hat uns hier im Norden zum Glück nicht stark getroffen. Wir durften am nächsten Tag den Schnee mit viel Sonne genießen!


Ich wünsche euch allen noch eine schöne Woche und viel Spaß mit unseren Bildern!

Viele liebe Grüße aus dem eisigen Boston und bis bald!

Vera

PS.: Ich habe diese Woche die gute Nachricht erhalten, dass ich in die Liste der Klinischen und GesundheitspsychologInnen aufgenommen wurde! Juhu!!:-)